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Hypnose: Unterbewusstsein - unser treuester Diener.

Was ist Hypnose eigentlich? - Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Hypnose ist eine Methode um in Trance zu gehen und dann mit dem eigenen Unterbewusstsein zu kommunizieren - man wird in diesem Zustand weder willen- noch bewusstlos!!

Durch Erfahrungen und Lernprozesse in den ersten Lebensjahren bis in die Pubertät automatisieren wir Denk- und Handlungsprozesse, an deren Ursprung wir später keinerlei bewusste Erinnerung mehr haben. Unser Körper ist unser „treuester Diener“ und versucht unvorteilhafte Entwicklungen so lange wie möglich zu kompensieren. Wenn wir also beispielsweise anfangen zu naschen, weil wir als Kind schon gelernt haben, dass Süßes tröstet, dann findet unser Körper Lösungen, um mit dieser Belastung umzugehen und stellt so einen individuell „system-logischen“ Ausgleich her.

Auf diese Weise entsteht eine ganz persönliche und für jeden Menschen einzigartige „Ordnung“. Um nun daran etwas zu verändern, müssen die Beweggründe erkannt und bewusst gemacht werden, damit sich ein Verständnis für den Ursprung entwickeln kann. Ist das erreicht, sind Lösungsansätze mit den inzwischen entwickelten Ressourcen jedes einzelnen Menschen, leicht aufzubauen.

Um jedoch in dem Labyrinth des Unterbewusstseins Antworten zu finden, wird eine starke Innenfokussierung benötigt, die sich NICHT durch bewusste Sinneswahrnehmungen von außen stören lässt. Somit wird das Bewusstsein, dessen Wahrnehmung stets auf die Außenwelt gerichtet ist, zu einer Art Taschenlampe umfunktioniert und dann dafür verwendet, die die im Dunkeln liegenden Erinnerungen und Gefühle zu entdecken, die für die problemverursachenden „Programme der bestehenden Ordnung“ verantwortlich sind.

Die Trance ist ein vollkommen natürlicher Zustand, den jeder von uns kennt: kurz vor dem Einschlafen und Aufwachen oder auch wenn wir wie „ferngesteuert“ einer Routine wie z. B. der täglichen Fahrt zur Arbeit nachgehen.

Hypnose ist keine Magie sondern eine Unterstützung für die Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte.

Nun die ausführliche Antwort: Auf das menschliche Gehirn stürzen in jeder Sekunde riesige Datenmengen von Informationen ein. Dazu gehören innerkörperliche Prozesse – wie z. B. der Stoffwechsel, die Temperaturregelung, Atmung etc. – genauso wie die äußere Sinneswahrnehmung, aber auch unsere Motorik und Gedanken- bzw. Gefühlsprozesse. Müsste unser Gehirn diese „Informationen“ alle stets und ständig bewusst wahrnehmen, würde vermutlich wie beim Taschenrechner schnell der Begriff „ERROR“ auf unserer Stirn zu lesen sein und wir wären außer Gefecht gesetzt.

Unser Bewusstsein ist technisch gesehen ein „veraltetes Prozessor-Modell“, doch wir können es auch nicht aufrüsten. Unser Bewusstsein nimmt gerade mal noch einen Bruchteil dessen wahr, was unsere sogenannte Realität stets und ständig für uns bereit hält. Und dieser Bruchteil beträgt weniger als 1 %. Deutlich wird das, wenn Sie sich vergegenwärtigen, welche Schwierigkeiten Sie haben, sich beispielsweise eine komplizierte Handynummer zu merken. Verlangt man von Ihnen gar, sich an zwei komplizierte Handynummern zu erinnern, werden vermutlich schon die meisten kapitulieren.

Fakt ist, wir filtern alles, was um uns herum und in uns drin stattfindet, damit wir unser Gehirn nicht überlasten. Und da automatisierte Prozesse nur noch ca. 20 % der Gedächtnisleistung abverlangen, liegt es in der menschlichen Natur, so viel wie möglich in „Fleisch und Blut“ oder auch ins sog. Unterbewusstsein übergehen zu lassen. Und dazu gehören nicht nur die alltägliche Fahrt zur Arbeit oder die abendliche Zu-Bett-geh-Routine sondern auch Gedankenmuster, Gefühlsabläufe, Einschätzungen und Be- bzw. Verurteilungen. Selbst das Automatisieren von Überzeugungen z. B. wird automatisiert, so dass wir uns diesem Prozess überhaupt nicht entziehen können.

Unser Unterbewusstsein ist unser „treuester Diener“ und verrichtet den größten Teil der alltäglichen „Arbeit“.

Zu dem Zweck nutzt es die abgespeicherten Überzeugungen, Werte, Einstellungen und Verhaltensmuster wie Softwareprogramme, um effizient und schnell zu agieren, Probleme in den Griff zu bekommen und den Menschen lebens- und handlungsfähig zu halten. Bei Computerangelegenheiten gibt es den Leitspruch, dass der Rechner nur so schlau ist, wie derjenige, der ihn bedient. Der Mensch ist ebenfalls für die Software, die das Unterbewusstsein jeden Tag nutzt, verantwortlich. Gefallen uns die Ergebnisse nicht, so müssen wir an der Software arbeiten, um andere Resultate zu erhalten.

Jedes „Programm“, das der Mensch für sich schreibt, hat zum Zeitpunkt seines Entstehens seinen Sinn!!! Unter bestimmten Umständen gilt es, Mangelzustände wie z. B. fehlende Zuneigung oder Geborgenheit etc. in jedweder Form zu kompensieren (z. B. durch Essen). Ändern sich jedoch die Umstände, ist das ursprüngliche Programm bereits geschrieben und läuft täglich in festgelegter Manier weiter, da es dem Einflussbereich des Bewusstseins entzogen ist. Hieraus entstehen womöglich Verhaltensweisen, die zu einem Leidensdruck führen. Sobald dieser groß genug ist, ist es möglich, dass sich der Mensch motiviert, diesbezüglich Abhilfe zu schaffen.

Da jedoch automatisierte Prozesse unbewusst sind, bedarf es einer konzentrierten Innenfokussierung des Menschen, um sich über die eigentliche Problematik Klarheit zu verschaffen.

Hierzu wird das Werkzeug der Hypnose verwendet, denn der Trance-Zustand sorgt für diese wichtige Innenfokussierung. Bei einem nicht blinden Menschen bedeutet das Schließen der Augen bereits eine ca. 80 %ige Ausschaltung der äußeren Sinneswahrnehmung. In der Hypnose gibt es Techniken, die diesen Prozess unterstützen und weiter vertiefen. Das Bewusstsein wandert dann wie eine durch die Suggestionen des Hypnotiseurs gesteuerte Taschenlampe durch die „Höhlen des Unterbewusstseins“. Sie beleuchtet die Bereiche, die für die Problematik verantwortlich sind und bislang im Dunkeln lagen. Eine „Kommunikation mit dem Unterbewusstsein“ bedeutet meist, dass plötzlich Bilder, Erinnerungen oder visuelle Eindrücke vor dem sog. „inneren Auge“ erscheinen. Manchmal sind es auch Schlagworte und/ oder körperliche Reaktionen. Diese gilt es wahrzunehmen und nach ihren Bedeutungen im Zusammenhang mit den Symptomen zu forschen.

Der Sinn und Zweck einer Hypnose besteht darin, den meist nach außen gerichteten Fokus einmal umzudrehen und nach innen zu schauen, um die Verantwortung im Sinne der Ursachenforschung für körperliche oder psychische Probleme zu übernehmen, die uns nicht selten über unsere Mitmenschen in Form von Konflikten oder anderen Problemen im Außen wieder gespiegelt werden.

Hypnose ist keine Zauberbehandlung, bei der der Hypnotisand sich passiv behandeln lässt und anschließend „geheilt“ aus der Sitzung geht.

Die Hypnose dient vielmehr der Einleitung bewusster Veränderungsprozesse, die darauf basieren, „Renovierungsmaßnahmen“ in den meist eingestaubten Ecken unserer Einstellungen, Wertevorstellungen und Überzeugungen vorzunehmen, denn letztendlich basieren sämtliche Probleme, denen wir uns täglich ausliefern, genau darauf.

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